Glaukom-Vorsorge

Glaukom (Grüner Star)

Glaukom-Erkrankungen (auch "Grüner Star" genannt) verursachen schwere, zunehmende Schäden im Gesichtsfeld und können sogar zur Erblindung führen. In vielen Fällen ist das Glaukom auch mit einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendruckes verbunden.

Warum ist eine Glaukom-Vorsorge wichtig? 

Unser Gehirn kann Gesichtsfeldausfälle in den frühen Phasen eines Glaukoms oft noch gut kompensieren. Dadurch bemerken Betroffene die Erkrankung selbst meist erst sehr spät, wenn bereits ein großer Teil der Sehzellen unwiederbringlich zerstört ist. 

Glaukome treten relativ häufig auf. Etwa 1-2% der Deutschen haben ein Glaukom, rund 10% davon leiden an schweren Sehschäden oder Erblindung. Problematisch ist hierbei, dass es aufgrund des schleichenden – oft lange unbemerkten – Verlaufs auch hierzulande eine hohe Dunkelziffer an unerkannten Glaukomen gibt. 

Grundsätzlich kann jeder Mensch in jedem Alter ein Glaukom entwickeln. Das Glaukom-Risiko steigt jedoch mit zunehmendem Lebensalter.

Glaukom-Erkrankungen nach Altersgruppe 

  • 30 - 40 Jahre: ca. 0,5 - 0,75% 
  • 75 - 89 Jahre: ca. 4 - 6%

Für eine erfolgreiche und möglichst leichte Glaukom-Therapie ist der Zeitpunkt entscheidend, an dem ein Glaukom diagnostiziert wird. Je früher es erkannt und behandelt wird, desto besser stehen die Chancen auf einen milden Verlauf der Erkrankung und Therapie. Aus diesem Grund sind regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen ab einem bestimmten Alter oder bei erhöhtem Glaukom-Risiko sehr empfehlenswert. 

Empfehlungen des BVA

Der Berufsverband Deutscher Augenärzte e.V. (BVA)  empfiehlt eine Glaukom-Vorsorge wie folgt: 

  • Für alle ab dem 40. Lebensjahr
  • Für dunkelhäutige Menschen ab dem 30. Lebensjahr
  • Für jeden mit Verwandten 1. Grades, die unter einem Glaukom (Grünem Star) leiden

Spezialisten für Glaukom-Vorsorge

Wir sind personell und apparativ auf die Glaukomdiagnostik spezialisiert und bieten entsprechende Vorsorgeuntersuchungen zur Glaukom-Früherkennung sowie laufende Kontrolluntersuchungen mit digitaler Patientenakte an. Unsere Leistungen berechnen wir dabei nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). 

Basis Glaukom-Vorsorge

Leistungsinhalt: Augeninnendruckmessung und augenärztliche Untersuchung des Sehnerven mit der Spaltlampe. 

GOÄ-Nr.

Leistung

Steigerungssatz

Betrag €

1240

Spaltlampenmikroskopie

2,206

9,51

1256

Augeninnendruckmessung

1,800

10,49

 

 

Gesamtbetrag

20,00

Erweiterte Glaukom-Vorsorge mit Papillen-OCT

Mit innovativer augenärztlicher Diagnostik lassen sich Glaukome heutzutage oft schon feststellen, bevor sie beginnen. 

Vorstufen von Glaukomen zeichnen sich neben einem häufig erhöhten Augeninnendruck, der ebenso in der Basis Vorsorge ermittelt wird, auch in tieferliegenden Schichten der Netzhaut ab. Moderne, computergestützte OCT-Geräte (Optische Kohärenztomographie) tasten die Netzhaut berührungsfrei mit einem sanften Laserstrahl ab. Die Wellenlänge des Laserstrahls wird dabei beim Abtasten variiert, so dass dieser nicht nur die Oberfläche der Netzhaut, sondern auch die tieferen, verborgenen Schichten analysieren kann, die der Augenarzt bei der manuellen Untersuchung mit der Spaltlampe nicht sehen kann.

Anhand dieser Untersuchung können glaukomatöse Veränderungen schon sehr frühzeitig erkannt werden, lange bevor Schädigungen an den Sehnerven eintreten. Spezielle "Papillen-OCT"-Geräte vergleichen die am detailliert gemessenen Werte im Bereich des Sehnervenkopfes (Papille) mit umfangreichen statistischen Daten, um die Erkennungsrate noch weiter zu steigern. 

Neben der erhöhten Präzision und Erkennungsrate hat diese digitale Diagnostik den weiteren Vorteil, dass die Untersuchungsergebnisse als digitale Daten und Bilder in der Patientenakte gespeichert werden. Dies ermöglicht eine objektivere Verlaufskontrolle über mehrere Untersuchungen hinweg. 

Leistungsinhalt: Nervenfaserschichtdickenmessung und Biomikroskopie mittels optischer Kohärenztomographie, quantifizierbarer Ist-Zustand des Sehnervens als sicherste Möglichkeit zur Glaukomdiagnose (wird in den BVA Leitlinien auch für die Therapiesteuerung eines Glaukoms empfohlen). 

GOÄ-Nr.

Leistung

Steigerungssatz

Betrag €

A7011

Papillenanalyse mittels optischer
Kohärenztomographie (OCT)

2,231

65,02

 

abzüglich

 

-0,02

 

 

Gesamtbetrag

65,00

Unsere beiden Standorte verfügen über Papillen-OCT-Geräte, so dass wir Ihnen diese Untersuchung auf Wunsch gern am Rothenbaum und in Neugraben anbieten können.