AMD (altersabhängige Makuladegeneration)

AMD

Altersabhängige Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine unheilbare Netzhaut-Erkrankung, an der allein in Deutschland inzwischen fast sieben Millionen Menschen leiden. Die AMD ist verantwortlich für die häufigsten schweren Sehschäden und Erblindungen in der westlichen Welt. 

Häufigkeit der AMD

Die AMD ist eine sehr weit verbreitete Augenerkrankung – insgesamt fast 9% der Deutschen sind daran erkrankt. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, daher auch der Name "altersabhängige Makuladegeneration":

  • 0 - 50 Jahre: nahezu 0%
  • 65 - 74 Jahre: ca. 21%
  • 75 - 84 Jahre: ca. 40%

Symptome einer AMD

Die altersabhängige Makuladegeneration betrifft fast immer zunächst die Makula – den Bereich der Netzhaut, der für das zentrale, scharfe Sehen zuständig ist. Ihre Symptome können je nach Stadium und Verlaufsform unterschiedlich ausfallen. Häufig treten folgende Symptome in den Frühstadien auf: 

  • Verzerrtes Sehen von geraden Linien (z.B. Fliesenfugen)
  • "Tanzende / verschwimmende Buchstaben"
  • Starke Abnahme der zentralen Sehschärfe
  • Nachlassende Kontraste / Farben
  • Dunkler Fleck im zentralen Blickfeld
  • Besonders das, was man direkt anschaut, kann man schlechter identifizieren

In späteren Stadien können sich die Symptome beschleunigt verstärken: 

  • Zunehmende blinde Flecke im zentralen Sichtfeld
  • Gesichter können z.B. nicht mehr erkannt werden
  • Erblindung im zentralen Blickfeld
  • Vollständige Erblindung

Warum ist Vorsorge wichtig? 

Eine AMD verläuft immer schmerzfrei, weshalb ihre Symptome von den Betroffenen häufig erst in einem späteren Stadium wahrgenommen werden.

Durch Netzhaut-Vorsorgeuntersuchungen kann eine Makuladegeneration bereits frühzeitig erkannt werden. So können Präventivmaßnahmen oder eine Therapie eingeleitet werden, die das Sehvermögen über längere Zeit erhalten. 

Netzhaut-Vorsorge

Verlaufsformen der Makuladegeneration

Die AMD wird in zwei unterschiedliche Verlaufsformen eingeteilt: die "Trockene AMD" und die "Feuchte AMD". 

Trockene AMD

Etwa 85% der Betroffenen sind von der trockenen AMD betroffen – dies ist die deutlich leichtere Verlaufsform. Hierbei entstehen sichtbare Ablagerungen und Pigmentveränderungen am Augenhintergrund, die sich allerdings in vielen Fällen nur geringfügig auf die Sehleistung auswirken. Nach und nach sterben Sehzellen der zentralen Netzhaut ab, aber trotzdem bleibt meist noch über Jahre hinweg ein gutes Sehvermögen und damit z.B. die Fähigkeit zu Lesen erhalten. 

Bei etwa 15% der Betroffenen geht die trockene AMD später in eine feuchte AMD über, die dann einen schwereren Verlauf nimmt. 

Feuchte AMD

Der feuchten AMD geht immer die trockene AMD voraus. Somit leiden rund 15% der Betroffenen an dieser aggressiveren Form. Bei dieser wachsen fehlgebildete Aderhautgefäße in die Makula ein. Diese Aderhautgefäße sind undicht und führen zu zu Flüssigkeitsansammlungen, die die Makula, also das Zentrum des scharfen Sehens, anschwellen lassen.

Die mit der feuchten AMD einhergehenden Schädigungen des Sehvermögens können sehr plötzlich und sehr stark auftreten. In manchen Fällen ist der Verlauf aber ebenfalls eher langsam und teils ist für lange Zeit auch nur ein Auge betroffen. 

Therapie der AMD

Für die trockene AMD gibt es bisher keine Therapie, deren Wirksamkeit nachhaltig belegt wurde. Es gibt jedoch bereits mehrere wissenschaftliche Ansätze für Therapien, die derzeit klinisch erprobt werden. 

Die feuchte AMD lässt sich zwar nicht heilen, aber in vielen Fällen durch eine IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamenteneingabe) aufhalten, um das Sehvermögen der Betroffenen so lange und so gut wie möglich zu erhalten. Hierbei werden monatlich spezielle Medikamente in den Glaskörper injiziert, deren Ziel es ist, die fehlgebildeten Aderhautgefäße zu verschließen, sodass keine Flüssigkeit mehr austritt, und die Neubildung solcher Gefäße zu verhindern. 

Wir führen die IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamenteneingabe) mit umfassender Erfahrung durch.